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Kita am Savignyplatz – Eröffnungsfeier

Am 27. September feierten wir die Eröffnung unserer neuen Kita am Savignyplatz. Neben zahlreichen Freunden und Bekannten kamen auch Vertreter von Jugendamt und IHK sowie viele unserer Partner zu der Feier, darunter unsere Vermieter und die Betreiber des Vierfelderhofes. Unser Partner Domberger sorgte für das leibliche Wohl und stellte das Brot zur Verfügung. Bei guter Verpflegung und kühlen Getränken wurde geplaudert, Kontakte wurden vertieft und neue geknüpft.

Unterdessen ist auch schon der Alltag in die neue Kita eingezogen. Bereits seit dem 17. September arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen an der Eingewöhnung der Kinder.

 

Unsere neue Kollegin: Martina Milinkovic

Seit dem 17. September arbeitet Martina Milinkovic bei Kenntnisreich. Derzeit unterstützt sie noch die Kollegen bei der Eingewöhnung der Kinder in der neuen Kita am Savignyplatz. Künftig wird sie sich neben der Gruppenarbeit um Fort- und Weiterbildungen für ihre Kolleginnen und Kollegen kümmern. Ein Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kita-Alltag zu verankern. Aber auch darüber hinaus wird sie Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Erziehungsarbeit sein.

Martina ist Erziehungswissenschaftlerin und verfügt über mehrjährige Praxiserfahrung als Kita-Erzieherin, vor allem im Bereich der unter Dreijährigen. Schwerpunkte hat sie zudem bei den Themen Sprachförderung, Bindungsarbeit, Kommunikation mit Kindern sowie Säuglings- und Kinderbeobachtung.

 

Martina, Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein weitgefasster Begriff. Was ist hierbei wesentlich und wo wirst du ansetzen?

Natürlich ist der ökologische Aspekt ganz wichtig. Darüber hinaus gehören dazu aber auch Dinge wie Chancengleichheit und interkulturelle Arbeit.

Zur Ökologie: Wie lässt sich ein ökologisch nachhaltiger Kita-Alltag gestalten?

Gerne würde ich mir zunächst unsere Ateliers und Werkstätten anschauen, um zu sehen, wo man ressourcenschonender arbeiten kann. Beispielsweise indem man zum Basteln und Werken bereits genutzte Materialien verwendet, die man sonst wegwerfen würde. Man kann auch die Eltern einbeziehen und bitten, gebrauchte Gegenstände bei uns abzugeben, etwa für einen Weihnachtsbasar oder einen Kinderflohmarkt. Es könnten auch die Kitas untereinander in gewissen Zeitabständen Spielzeug tauschen. Dann haben die Kinder Abwechselung, ohne dass Neues gekauft werden muss. Das ist zugleich ökonomisch sinnvoll.

Du erwähntest Chancengleichheit und interkulturelle Arbeit als wichtige Aspekte bei BNE.

Chancengleichheit zu schaffen ist ein wesentlicher Punkt. Da ich selbst einen Migrationshintergrund habe – meine Familie stammt aus Kroatien – bin ich hier besonders sensibilisiert. Entscheidend hierfür ist die Sprachförderung. Die kann man alltagsintegriert und ganz praxisnah in der Kita umsetzen: in Dialogen, mit Liedern oder Fingerspielen und mit Musik. Rhythmusgefühl fördert auch das Sprachgefühl.

Wie kann die interkulturelle Arbeit aussehen?

Entscheidend ist die Akzeptanz. Die Menschen sollen sich mit ihrer jeweiligen Kultur willkommen fühlen. Das stärkt wiederum die Chancengleichheit. Man kann Feste aus den Kulturen feiern, aus denen unsere Kita-Kinder stammen und die Eltern bei der Planung einbeziehen. Zugleich ist wichtig, den Kindern die menschliche Vielfalt und deren Selbstverständlichkeit zu vermitteln. Das kann beispielsweise mit Puppen unterschiedlicher Hautfarbe geschehen. Oder mit Hautfarbenstiften oder Büchern, in denen Figuren unterschiedlicher Herkunft vorkommen. Genderfragen gehören ebenfalls dazu. Es gibt ja auch homosexuelle Paare, die Kinder haben. Auch sie sollten sich im Kita-Alltag wiederfinden.

Womit willst du beginnen?

Geplant ist zunächst ein Kurs am T-Damm für die Erzieherinnen und Erzieher der unter Dreijährigen. Da soll es um ganz grundlegende Fragen gehen wie die Bedeutung von Ritualen für Kinder, das Berliner Bildungsprogramm und um ganz praxisnahe Tipps für Beschäftigungsangebote im Kita-Alltag.

Entscheidend ist jedoch, was für die Kollegen und Kolleginnen dringlich ist, denn die sollen ja für sich und ihre Arbeit etwas mitnehmen können. Deswegen habe ich ein offenes Ohr für Wünsche, Fragen und Bedürfnisse, auf die ich mit meinen Angeboten reagieren werde.

Interview vom 12.20.2018

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